M2M-Kommunikation via Mobilfunk: Das sollten Sie bei der Auswahl von SIM-Karten und M2M-Tarifen beachten

Wer sich mit drahtloser M2M-Kommunikation auseinandergesetzt hat, der kennt die Vorteile von Mobilfunk für IoT-Projekte. Fehlt bloß noch die passende M2M-SIM-Karte, um die Daten auch schnell und sicher von IoT-Geräten zu übertragen. In diesem Beitrag erklären wir, worauf Sie bei der Wahl des M2M-SIM-Anbieters beachten sollten und wo Stolperfallen für Ihr Projekt lauern.

Für jedes Projekt den passenden M2M-SIM-Anbieter finden

Egal ob Sie erstmal nur 15 M2M-SIMs oder gleich 50.000 SIMs benötigen – die nachfolgenden Fragen und Punkte können Ihnen für jedes Vorhaben dabei helfen, wichtige Anforderungen an Ihren zukünftigen Anbieter für M2M-SIM-Karten zu definieren.

1. Die Roaming-Falle: Ungesteuert vs. gesteuert

Eine M2M-SIM nutzt die Netze unterschiedlicher Netzbetreiber. Dafür befindet sie sich dauerhaft im Roaming, auch Nationales Roaming genannt. Dieses unterscheidet sich wiederum in gesteuertes und ungesteuertes Roaming. Während die M2M-SIM beim ungesteuerten Roaming immer die Verbindung in das an einem Standort stärkste verfügbare Netz ermöglicht, gibt beim gesteuerten Roaming der Netzanbieter den Ausschlag für die Verbindung. Eine M2M-SIM mit gesteuerten Roaming wird immer erst die Verbindung über ihr Heimnetz aufbauen, bevor sie das Netz eines anderen Mobilfunkanbieters nutzt. Das kann allerdings dazu führen, dass Endgeräte eine Zeit lang mit einer schlechteren Verbindung auskommen müssen, als mit einem anderen Netz möglich wäre.

Prüfen Sie für Ihren Anwendungsfall, ob Sie im Zweifelsfall mit einer schwachen Verbindung und unter Umständen vermehrt auftretenden Verbindungsabbrüchen klarkommen können. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn nur sehr geringe nicht zeitkritische Datenmengen übertragen werden müssen. Sind Sie für Ihr Projekt auf eine permanent verfügbare und stabile Verbindung angewiesen, empfiehlt sich eher ein M2M-SIM-Anbieter mit ungesteuerten Roaming.

2. M2M-Tarife: Das passende Datenpaket auswählen

Je nach SIM-Anbieter gibt es unterschiedliche M2M-Datentarife für Ihr IoT-Projekt, vom festen monatlichen Datenpaket je M2M-SIM bis zum gemeinschaftlichen Datenpool für alle SIM-Karten. Dabei gibt es kein richtiges und kein falsches Tarifmodell – entweder es passt zu Ihrem Vorhaben, oder nicht. Um den passenden M2M-Datentarif zu finden, sollten Sie sich vorab mit einigen Fragen zum Datenbedarf auseinandersetzen:

Kennen Sie den monatlichen Datenbedarf Ihrer IoT-Geräte, genau oder zumindest ungefähr?

Falls nicht, achten Sie auf einen Anbieter, bei dem Sie die M2M-SIM-Karten vorab ausgiebig testen können. Für valide Daten empfiehlt sich eine Testphase von drei bis 6 Monaten. 

Ist der monatliche Datenbedarf eher konstant, oder sind (starke) Schwankungen zu erwarten?
Bei konstantem Datenverbrauch können Sie ein dazu passendes festes Datenpaket buchen. Bei schwankendem Datenverbrauch gibt es beispielsweise Pay-as-you-go-Tarife, bei denen Sie nur den tatsächlichen Datenverbrauch bezahlen. 

Unterliegt Ihr M2M-Projekt saisonalen Besonderheiten, so dass beispielsweise auch Monate ohne Datenverbrauch erwartet werden?
In dem Fall achten Sie auf Anbieter, bei denen Sie die SIM-Karten zeitweise ohne Mehrkosten pausieren können. 

Rechnen Sie bei allen eingesetzten M2M-SIM-Karten mit einem ähnlichen Verbrauch, oder schwankt der Verbrauch von Karte zu Karte? Bei einigen M2M-SIM-Anbieter können Sie M2M-SIM-Karten einen gemeinschaftlichen Datenpool zuweisen. So gleicht der geringere Verbrauch einer SIM den Mehrverbrauch einer anderen SIM aus.

Abhängig von Ihren Antworten, sollte Sie das geeignete Datenmodell für Ihr Projekt identifizieren können. Das kann ein festes monatliches Datenkontingent je SIM sein, genauso wie ein gemeinschaftlicher Datenpool für alle aktiven M2M-SIM-Karten. 

3. Kostenfallen: Zwangsaktivierung und sonstige versteckte Kosten

Niedrige Anschaffungskosten werden schnell unattraktiv, wenn monatliche Gebühren oder versteckte Kosten für M2M-SIM-Karten berücksichtigt werden müssen. Prüfen Sie daher genau, welche laufenden Kosten für die SIM-Karten anfallen. Das bezieht sich nicht nur auf die Daten, sondern auch auf die M2M-SIMs selbst. Eine unschöne aber nicht seltene Kostenfalle: Zwangsaktivierungen oder mehrmalige Aktivierungsgebühren.

Bei Zwangsaktivierungen werden alle erworbenen M2M-SIM-Karten nach Ablauf einer festgelegten Frist aktiviert. Ab dann werden meist für diese SIM-Karten monatliche Grundgebühren fällig – egal ob sie in einem IoT-Gerät verwendet werden, oder im Lager liegen. Bei mehrmaligen Aktivierungsgebühren können Sie SIM-Karten zwar zeitweise pausieren und so die Grundgebühr einsparen, zahlen aber nach der Reaktivierung jedes Mal erneut einen festen Betrag. Beide Kostenblöcke können niedrige Einmalkosten schnell unattraktiv machen.

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