Was ist eine eUICC SIM und wofür wird sie genutzt?

eUICC ist die Abkürzung für Embedded Universal Integrated Circuit Card. Dabei handelt es sich um eine SIM mit einer Art elektronischem Profil, das auf einem SIM-Chip bereitgestellt wird und welche aus der Ferne gewechselt werden kann.

Netzbetreiberwechsel ohne SIM-Tausch

Bei der eUICC handelt es sich um eine SIM-Karte mit einem überschreibbaren Profil, dass den Wechsel des Mobilfunkbetreibers ermöglicht ohne die SIM-Karte physisch auszutauschen. Dieses Profil des Mobilfunkbetreibers (MNO) kann auch aus der Ferne gewechselt werden (Over-the-Air, OTA).

Generell geht es bei dem Konzept eUICC weniger um die Hardware, als um die Verwaltung von SIM-Profilen. Damit ein Wechsel von SIM-Profilen möglich ist, benötigt eine eUICC einen Mindestspeicher on 512 KB.  

Was in der Theorie schön klingt, gestaltet sich in der Praxis deutlich aufwändiger. Der Wechsel eines Betreiberprofils ist teuer und zieht einiges nach sich. Denn das Serviceprofil und die damit verbundenen Regeln und Kontrollen müssen in eine neue MNO-Struktur integriert werden. Die einfachste Möglichkeit, diese Technologie zu nutzen, wäre die Wahl einer Multi-IMSI-SIM-Karte.

Was ist eUICC und wofür wird es genutzt?

eUICC ist die Abkürzung für Embedded Universal Integrated Circuit Card. Dabei handelt es sich eher um eine Software auf einer SIM-Karte, als um eine SIM-Karte selbst. Mit dieser Software erhält die SIM ein wechselbares elektronisches Profil, das auf einem SIM-Chip bereitgestellt wird. Dieses SIM-Profil kann aus der Ferne per Luftschnittstelle (Over the Air, OTA) überschrieben werden, ohne die SIM-Karte selbst physisch tauschen zu müssen. Mit einer eUICC SIM kann also ein neuer SIM-Provider genutzt werden, ohne M2M-SIM-Karten auszuwechseln.

Ein Überlick: Das steckt hinter eUICC und eUICC SIM

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Standard & Industrial: Die unterschiedlichen Beschaffenheiten für eUICC SIMs

Um den unterschiedlichen Anforderungen von Endgeräten und Maschinen gerecht zu werden, wurden und werden die SIM-Formate stetig weiterentwickelt. Damit die SIM-Karten selbst möglichst wenig Platz verbrauchen, hat sich die Größe deutlich reduziert und lässt so bei Bedarf mehr Raum für andere Bauteile. Grundsätzlich wird zwischen den SIM-Karten-Formaten Mini, Micro und Nano unterschieden. Zudem gibt es Embedded SIMs, die direkt als Chip  ins Modem eingelötet werden. Neben der Standardausführung sind die unterschiedlichen Formate auch als “Industrial SIM” verfügbar. Diese robustere Variante ist z. B. für einen erweiterten Temperaturbereich und eine längere Nutzungsdauer ausgelegt.



M2M SIM-Formate der wherever SIM
Verfügbare SIM-Formate
Betriebstemperatur
Lese-/Schreibzyklen
Datenhaltung
Standard M2M-SIM

-25°C bis +85°C

Lese-/Schreibzyklen

500.000

10 Jahre

Industrial M2M-SIM

-40°C bis +105°C

1.000.000

10 Jahre bei -40°C bis +105°C
15 Jahre bei -25°C bis +85°C

2FF, 3FF, 4FF

2FF, 3FF, MFF2

Anwendungsmöglichkeiten und Einsatzbereiche für eUICC

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Vorteile und Nachteile von eUICC

M2M-SIM-Karten sind zur einfacheren Verwaltung an eine Plattform angebunden. Darüber werden sowohl die SIM-Karten als auch zugehörige Endpunkte konfiguriert. Beispielsweise können darüber unter anderem Serviceprofile für M2M-SIMs eingerichtet, SIM-Karten aktiviert sowie deaktiviert oder auch Mobilfunknetze für die Nutzung ausgeschlossen (Blacklisting) werden.

Zusätzlich ist über solche Portale ein umfassendes Monitoring möglich. Anwender sehen dort etwa den Status des Endgerätes, ob und mit welchem Netz die SIM-Karte verbunden ist und wie viele Daten sie überträgt. Im Problemfall helfen unterschiedliche Diagnosefunktionen wie ein Fern-Reset der SIM-Karte.

Bei wherever SIM bieten wir für eine einfachere Verwaltung der M2M-SIM-Karten neben einem übersichtlichen Onlineportal auch eine umfassende API, über die die Daten aus unserem Portal in eigene Systeme überführt werden können.

eUICC vs. eSIM: eUICC ist nicht gleich eSIM

eSIM und eUICC werden sehr häufig synonym verwendet, obwohl sie zwei unterschiedliche Dinge meinen. eUICC ist – wie bereits erwähnt –  quasi die Software auf einer SIM-Karte. Mit eSIM (Abkürzung für embedded SIM) ist hingegen eine andere Hardware-Form der SIM-Karte gemeint. Während die “klassische” SIM-Karte als Plastikträger daherkommt, der noch in ein Endgerät eingelegt werden muss, ist die eSIM bloß noch ein Chip. Etwa 5 x 6 Millimeter groß verzichtet dieser komplett auf den Träger aus Kunststoff und wird üblicherweise bereits während der Herstellung eines Gerätes in dieses eingelötet. Das Einlegen einer SIM-Karte in ein Endgerät ist damit nicht mehr nötig. Die Daten zur Nutzung des Mobilfunknetzes werden im Anschluss über ein elektronisches Profil aufgespielt, beispielsweise über Bluetooth.

Vorteile der eSIM gegenüber der “klassischen” SIM-Karte sind ihre platzsparende Größe, das immer gleichbleibende Format und der ressourcenschonende Verzicht auf Plastik als Trägermaterial. Außerdem kann sie aufgrund des festen Einbaus nicht verrutschen – ein wichtiger Punkt bei IoT-Geräten, die viel oder immer in Bewegung sind. Bei diesen könnte durch ein Verrutschen der eingelegten SIM-Karte die Verbindung unterbrochen werden. Auch die bewusste Entwendung der SIM-Karte durch jemand nicht Berechtigtes ist ausgeschlossen – der Diebstahl und die Zweckentfremdung einer eSIM sind nicht möglich.

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